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Oberbergische Gesellschaft CJZ e.V.

Oberbergische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.
c/o ev. Kirchengemeinde Marienberghausen
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Die Oberbergische Gesellschaft ist Mitglied im Deutschen Koordinierungsrat e.V. der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Zur Erinnerung an die Pogromnacht am 9. November

Gedenkfeier

09. November 2011


Jüdischer Friedhof - 18.00 Uhr
Nürmbrecht


In diesem Jahr wird Tamar Dreifuss von ihren Erlebnissen sprechen. Tamar Dreifuss wurde im Jahr des Pogroms in Wilna geboren und erlebte als Kind die Schrecken des Krieges und den Holocaust in Polen und Litauen.1940 wird sie mit ihren Eltern, Jetta und Jascha Schapiro, nach Ponary, etwa 10km südlich von Wilna vertrieben. Hier beginnen Mordaktionen, denen Tausende von Jüdinnen und Juden zum Opfer fallen. Unter dem Eindruck des Erlebten entschließen sich die Eltern, Tamar zu einer Tante in Wilna zu bringen, wo sie unter falschem Namen lebt.

Schließlich müssen die Eltern ihr Kind zu sich ins Wilnaer Ghetto holen. Bei Auflösung des Ghettos im September 1943 wird der Vater verschleppt, die Mutter und die Tochter werden in Viehwaggons in Richtung Riga deportiert. Der Mutter gelingt es, zusammen mit Tamar aus der Bahnstation in Tauroggen zu fliehen. Beide müssen sich als Nichtjüdinnen ausgeben, um der Verfolgung zu entkommen. 1945 kehren Mutter und Tochter für kurze Zeit nach Wilna zurück. Hier erfahren sie von der Ermordung des Vaters.

1948 wandert Tamar mit ihrer Mutter und dem Stiefvater Siegmund Rosenzweig, ebenfalls ein Überlebender der Shoa, nach Israel aus. 1959 heiratet sie Harry Dreifuss. Um ihren Mann zu unterstützen, der in Köln einen Studienplatz erhält, zieht Sie mit Bedenken nach Deutschland. Sie arbeitet als Religionslehrerin und später als Kindergärtnerin in der Synagogengemeinde Köln und findet dort einen neuen Lebensmittelpunkt. Die von der Mutter geschriebene Autobiographie übersetzt Tamar Dreifuss aus dem Jiddischen ins Deutsche.

Die musikalische Rahmung der Gedenkveranstaltung ist Konrad Ossig anvertraut.

In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Nümbrecht, den Freundeskreisen Nümbrecht-Mateh-Jehuda und Wiehl/Jokneam